Werkstoffe für unterschiedliche Einsatzbedingungen
Kalenborn bietet eine Vielzahl spezialisierter Verschleißschutzwerkstoffe an. Dazu zählen unter anderem Schmelzbasalt (ABRESIST), Aluminiumoxid-Keramiken (KALOCER), Siliziumkarbid-Keramiken (KALSICA), hartauftraggeschweißte Stähle (KALMETALL), Hartgusswerkstoffe (KALCAST) sowie hochverschleißfeste Verbundwerkstoffe wie KALCRET und KALPOXY.
Die Materialien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Verschleißfestigkeit, Temperaturbeständigkeit und Eignung für unterschiedliche Belastungsarten. Während keramische Werkstoffe Temperaturen von bis zu 1.000 °C standhalten können, eignen sich Verbundwerkstoffe besonders für Reparaturen und komplexe Geometrien.
Von Laborwerten zur realen Anwendung
Eine zentrale Herausforderung bei der Bewertung von Verschleißschutzwerkstoffen besteht darin, Laborergebnisse mit realen Betriebsbedingungen zu korrelieren. Klassische Prüfverfahren liefern zwar Vergleichswerte, stoßen jedoch insbesondere bei der Gegenüberstellung von Metallen, Keramiken und Kunststoffen an ihre Grenzen.
Um eine bessere Vergleichbarkeit zu erreichen, arbeitet Kalenborn seit 2019 mit dem österreichischen TribologieKompetenzzentrum AC²T zusammen. Ziel war die Entwicklung eines standardisierten Prüfverfahrens zur realitätsnahen Bewertung unterschiedlicher Werkstoffgruppen.
Besonders aussagekräftig erwies sich dabei der ASTM-G65-Reibradtest. Dieses Verfahren ermöglicht erstmals einen direkten Vergleich zwischen Stählen, keramischen Werkstoffen und verschleißfesten Auskleidungen.
Deutliche Unterschiede in der Verschleißbeständigkeit
Die Messergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede zwischen den Werkstoffgruppen. Hochleistungs-Keramiken wie KALOCER oder KALSICA erreichen Verschleißraten, die deutlich unter denen von Baustahl oder verschleißfesten Spezialstählen liegen.