Stimmen zur Messe
Wir haben uns auf der Messe umgehört und Aussteller gefragt, aus welchen Beweggründen sie an der Veranstaltung teilnehmen und mit welchen Produkten, Lösungen und Kompetenzen sie sich auf der nun bereits zum zweiten Mal in Frankfurt statt findenden Messe präsentieren.
Udo Kröll von Kalenborn International fasst die Motivation seines Unternehmens wie folgt zusammen: Wir nehmen an der Messe teil, weil die Batterieaufbereitung und das Recycling besonders hohe Anforderungen an den Verschleißschutz stellen. Aggressive Materialien und chemische Belastungen erfordern leistungsfähige keramische Auskleidungen für Mischer, Sichter- und Separationsanlagen. Die Messe bietet uns die ideale Plattform, um unsere Lösungen mit Anlagenbauern, Planern und Endbetreibern zu diskutieren und gleichzeitig einen Eindruck davon zu gewinnen, wie sich dieser junge und dynamische Markt entwickelt.
Achim Schulz von Herding GmbH Filtertechnik erklärt die Teilnahme seines Unternehmens wie folgt: „Wir sind seit mehr als 15 Jahren in der Batterieindustrie aktiv und verfügen weltweit über zahlreiche Referenzen in der Entstaubung von Batterieproduktionsprozessen. Auch im Batterierecycling sehen wir ein großes Potenzial, da dort ebenfalls partikelintensive Prozesse eine leistungsfähige Filtration erfordern. Die Messe nutzen wir, um die Marktentwicklung frühzeitig zu begleiten, neue Kontakte zu knüpfen und unsere internationale Erfahrung in dieses Zukunftsfeld einzubringen.“
Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Premierenveranstaltung ist die T&B electronic GmbH auch bei der zweiten Auflage der Messe wieder vertreten. René Schwerfeger erläutert, warum das Unternehmen den Dialog mit der internationalen Recyclingbranche erneut sucht: „Bereits bei der ersten Veranstaltung haben wir sehr großes Interesse am vorbeugenden Brandschutz erlebt und konnten daraus qualifizierte Vertriebskontakte gewinnen. Gerade im E-Waste- und
Batterierecycling spielt Brandschutz eine zentrale Rolle, da beschädigte Lithium-Ionen-Batterien ein erhebliches Brandrisiko darstellen. Zudem ist die Messe sehr international ausgerichtet und bietet uns die Möglichkeit, unsere Lösungen einem weltweiten Fachpublikum zu präsentieren und neue Märkte zu erschließen.
Quirin Kraus von Sachtleben Technology GmbH erläutert die Messeteilnahme seines Unternehmens wie folgt: „Wir haben erst vor kurzem von der Messe erfahren und waren überrascht, wie viele unserer Kunden und Anlagenbetreiber hier vertreten sind. Unsere Messsysteme erfassen Volumenströme und Materialbestände in Recyclinganlagen – beispielsweise in Aufgabebunkern, Dosiersystemen oder auf Förderbändern – und ermöglichen so eine präzise Prozessüberwachung. Die Messe bietet uns die ideale Gelegenheit, mit Betreibern von E-Waste- und Batterierecyclinganlagen ins Gespräch zu kommen und neue Anwendungsfelder für unsere Messtechnik zu erschließen.
Florian Seifert, Geschäftsführer der WAM GmbH in Altlußheim, erklärt die Messeteilnahme seines Unternehmens wie folgt: „Das Recycling zählt für uns zu den wichtigsten Zukunftsmärkten. Ob Elektroschrott, Kabel, Kühlschränke oder Batterierecycling – wir haben unsere Förder- und Entstaubungslösungen gezielt für diese anspruchsvollen Anwendungen weiterentwickelt. Mit speziell ausgelegten Förderschnecken, verschleißgeschützten Werkstoffen und optimierten Systemen für die schonende Förderung grobkörniger Materialien möchten wir zeigen, welche Lösungen die Recyclingindustrie heute benötigt. Die positive Stimmung und der große Zuspruch auf der Messe bestätigen uns, dass wir mit unseren Entwicklungen genau die Anforderungen des Marktes treffen.“
Dirk Rogel von Gebrüder Lödige Maschinenbau erläutert die Messeteilnahme seines Unternehmens wie folgt: „Unsere Wurzeln liegen in der Batterieproduktion, wo wir seit vielen Jahren erfolgreich Anlagen für die Materialvorbehandlung und die Verarbeitung von Batteriemassen liefern. Gleichzeitig erkennen wir durch die steigende Nachfrage, dass zahlreiche Misch- und Verfahrenstechnologien aus unserem Portfolio auch im Batterierecycling benötigt werden. Auf der Messe stellen wir daher unsere neuesten Entwicklungen vor – darunter Vakuumtrockner und Hochtemperaturanlagen, die die Vorbehandlung von Batteriematerialien optimieren und die anschließende Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe effizienter gestalten.“
Für Dr.-Ing. Miriam Weiss von IEP Technologies bietet die Messe eine wichtige Plattform, um die Bedeutung moderner Explosionsschutzlösungen für das Batterie- und E-Waste-Recycling aufzuzeigen „Bei der Herstellung und insbesondere beim Recycling von Batterien entstehen erhebliche Brand- und Explosionsrisiken. Vor allem in Schredderprozessen können Funken und zündfähige Atmosphären entstehen, die ein hohes Gefahrenpotenzial bergen. Auf der Messe zeigen wir, wie moderne Explosionsschutz- und Funkenlöschsysteme dazu beitragen können, solche Risiken frühzeitig zu erkennen, Ereignisse zu unterdrücken und Anlagen sicher zu betreiben. Gleichzeitig nutzen wir die Veranstaltung, um unsere Lösungen gemeinsam mit Kunden und Partnern an die spezifischen Anforderungen dieses dynamisch wachsenden Marktes weiterzuentwickeln.
Fazit
Frankfurt wurde für zwei Tage zum europäischen Zentrum der Circular Economy. Die hohe Innovationsdichte, die Vielzahl an Fachvorträgen und der intensive Austausch zwischen Industrie, Forschung und Anlagenbau machten deutlich: Die Transformation hin zu einer ressourceneffizienten und nachhaltigen Wirtschaft ist längst in vollem Gange. Recyclingtechnologien übernehmen dabei eine Schlüssel – rolle. Mit innovativen Produkten, Verfahren und Lösungen sind auch die Unternehmen der Schüttgut- und Prozessindustrie ein wesentlicher Teil dieser dynamisch wachsenden Zukunftsbranche und gestalten den Wandel hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft aktiv mit.