DSIV bringt die „Geheimnisse der Schüttgüter“ in Hochschulen und Fachschulen

Mit einer neuen praxisorientierten Gastvorlesung möchte der Deutsche Schüttgut-Industrie Verband e. V. (DSIV) Studierenden und Auszubildenden die Besonderheiten von Schüttgütern näherbringen und gleichzeitig die Verbindung zwischen Lehre und industrieller Praxis stärken.

 

Staubentwicklung an einer Bandübergabe: helles Schüttgut fällt von einem Förderband auf eine Halde, dichte Staubwolke in einer Industrieanlage

Schüttgüter sind aus zahlreichen Industriezweigen nicht wegzudenken. Sie begegnen uns in der Lebensmittelindustrie ebenso wie in Chemie, Pharmaindustrie oder Maschinenbau. Gleichzeitig gehören Pulver, Granulate und andere partikuläre Stoffe zu den anspruchsvollsten Werkstoffen der Verfahrenstechnik. Genau hier setzt die neue DSIV-Gastvorlesung „Geheimnisse der Schüttgüter – Warum Pulver anders sind“ an.

Das Angebot richtet sich an Hochschulen und Fachschulen und soll insbesondere Nachwuchskräften technischer Fachrichtungen einen anschaulichen Zugang zur Schüttgut- und Partikeltechnik ermöglichen. Angesprochen werden unter anderem Studierende und Auszubildende aus Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Lebensmitteltechnologie, Agrarwissenschaft und Chemieingenieurwesen.

Im Mittelpunkt steht dabei bewusst nicht die klassische Frontalvorlesung. Unter dem Motto „Lernen durch Erleben“ werden komplexe Zusammenhänge anhand praktischer Experimente und Demonstratoren sichtbar und verständlich gemacht. Die Teilnehmer erleben beispielsweise, warum Schüttgüter in Silos unterschiedlich fließen, wie Kern- und Massenfluss entstehen oder weshalb es zur Entmischung kommen kann. Ergänzt werden die Demonstrationen durch reale Problemfälle und Beispiele aus der industriellen Praxis.

Vier runde Demonstratoren mit Sichtscheibe auf Standfüßen, gefüllt mit unterschiedlichen Schüttgütern – dunkles und rotes Granulat, weißes Pulver und Getreideflocken

Inhaltlich reicht das Spektrum von den grundlegenden Unterschieden zwischen Schüttgütern, Flüssigkeiten und Festkörpern über Haftkräfte und das Fließverhalten feiner Pulver bis zu Zeitverfestigung und Flussstörungen. Weitere Themen sind Spannungen und Kräfte in Silowänden, Anhaftungen und Entmischung, Grundlagen der Schüttgutcharakterisierung sowie Ursachen möglicher Prozessstillstände.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem unmittelbaren Industriebezug. Aktuelle Fragestellungen und reale Anwendungen sollen zeigen, welche Bedeutung die Schüttguttechnik in der industriellen Praxis besitzt und welche vielfältigen technischen Aufgaben sich daraus ergeben. Gleichzeitig möchte der DSIV mit dem Angebot das Interesse junger Menschen an der Schüttgut- und Verfahrenstechnik fördern und den Kontakt zwischen Hochschulen und Industrie intensivieren.

Die Gastvorlesung ist so konzipiert, dass sie sich unkompliziert in bestehende Lehrveranstaltungen integrieren lässt. Hochschulen und Fachschulen können zwischen einem 90- und einem 180-minütigen Format wählen.

Interessierte Hochschulen und Fachschulen können die Gastvorlesung direkt beim Deutschen Schüttgut-Industrie Verband e. V. (DSIV) anfragen. Ansprechpartner ist die Geschäftsstelle des Verbandes in Wiesbaden.

Das Programm und Inhalte werden vorgestellt auf der POWTECH TECHNOPHARM in Nürnberg vom 29.9.–1.10.2026 an Stand Halle 7 / Standnummer 7-857f

 

DSIV Deutscher Schüttgut-Industrie Verband

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