Praxisbeispiel SPAX: Integration ohne Produktionsstopp
SPAX, ein führender Hersteller von Schrauben und Befestigungslösungen, stand vor genau diesen Herausforderungen. In mehreren Verpackungslinien kam es regelmäßig zu Störungen durch Igelbildung und ungleichmäßige Kartonbefüllung. Gemeinsam mit NetterVibration wurde ein Konzept entwickelt, bei dem pro Linie ein Vibrationstisch in den Übergang zur Endverpackung integriert wurde. Insgesamt wurden vier Vibrationstische installiert, jeweils einer pro Verpackungslinie. Die Integration erfolgte ohne Unterbrechung des laufenden Materialflusses und ohne grundlegen de Änderungen an der bestehenden Anlage. Die nachgeschalteten Prozesse, insbesondere das automatisierte Verschließen und Verkleben der Kartons durch einen Roboter, blieben unverändert.
Ruhiger Prozess, stabile Linie
Durch die gezielte Beeinflussung der Schüttstruktur direkt nach der Abfüllung läuft die Endverpackung heute deutlich stabiler. Verhakungen werden zuverlässig gelöst, die Kartons gleichmäßig befüllt, und der Verschließprozess arbeitet reproduzierbar im vorgesehenen Takt. Anlagenstillstände und manuelle Eingriffe konnten spürbar reduziert werden. Der entscheidende Vorteil liegt dabei weniger in einer einzelnen Kennzahl, sondern in der Gesamtwirkung auf die Linie: Der Verpackungsprozess wird ruhiger, planbarer und robuster gegenüber Schwankungen im Schüttgut. Damit steigt die Prozesssicherheit – ein zentraler Aspekt für hochautomatisierte Verpackungslösungen.
Fazit
Das Fallbeispiel SPAX zeigt exemplarisch, welche Rolle Vibrationstechnik in der Prozessoptimierung spielen Vibrationstisch direkt im Übergabebereich der Verpackungslinie kann. Durch den gezielten Einsatz von Vibrationstischen lässt sich die Endverpackung von Schrauben dort stabilisieren, wo Störungen entstehen. Für Betreiber automatisierter Linien bedeutet das: weniger Stillstände, geringerer manueller Aufwand und eine zuverlässig laufende Verpackung, auch bei hohen Durchsätzen und engen Taktzeiten.