Eine Überlastung des Brechers oder eine unzureichende Zerkleinerung infolge ungeeigneter Füllstände kann unmittelbar zu erheblichen Leistungsspitzen beim Energieverbrauch führen. Die Aufrechterhaltung eines konstanten Füllstands in der Brechkammer ist daher nicht nur entscheidend, um Leistungsprobleme, inkonsistente Produktkörnungen und unwirtschaftlich niedrigen Durchsatz zu vermeiden, sondern stellt auch einen wesentlichen Hebel zur Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz der Anlage dar. Eine präzise Füllstandmessung ist wichtig, um den Energieverbrauch im Zerkleinerungsprozess so gering wie möglich zu halten, die Betriebskosten (OPEX) der Anlage zu minimieren und gleichzeitig den CO2-Ausstoß langfristig zu reduzieren.
Vor diesem Hintergrund entschied sich der Steinbruchbetreiber für eine Modernisierung der Anlage, um zusätzliche Informationen über den Füllstand im Einfülltrichter des Brechers zu erhalten und den Zerkleinerungsprozess im täglichen Betrieb zu optimieren. Das Unternehmen suchte daher nach einem kostengünstigen, modernen Füllstandmessgerät zur Kegelbrecher-Überwachung. Die neue Instrumentierung musste starken Vibrationen und staubiger Atmosphäre standhalten und zugleich schnell auf wechselnden Füllstand im Kegelbrecher reagieren.
Realisierung der Messung
Die KROHNE Gruppe, ein globaler Hersteller und Anbieter von Prozessinstrumentierung, empfahl dem Betreiber das Radar-Füllstandmessgerät OPTIWAVE 1530. Das kompakte 80 GHz-Radar ist speziell für die Füllstandmessung in vielen Bergbau-Anwendungen ausgelegt – von Brechern und Förderbändern bis zu Halden und Silos. Das kostengünstige Gerät verfügt über ein robustes PVDF-Gehäuse mit einer frontbündigen DN70-Antenne. Der schmale Abstrahlwinkel von nur 4° ermöglicht es, dass das Radarsignal gezielt in den begrenzten Einbauraum des Kegelbrechers eindringt, ohne dass Fehlreflexionen die Messleistung beeinträchtigen. Der schmale Abstrahlwinkel macht zusätzliche Einstellungen, beispielsweise über die „Leerspektrum-Funktion“ – die üblicherweise zur Kompensation potenzieller Störeinflüsse durch Einbauten oder die Trichterwand eingesetzt wird – überflüssig.