Energieeffiziente Zerkleinerung

Modernisierte Füllstandmessung im Einlauftrichter eines Kegelbrechers

Aus der Schüttgut & Prozess 4/2026

Ein familiengeführtes französisches Unternehmen ist auf den Betrieb von Steinbrüchen, öffentliche Bauprojekte und Materialrecycling spezialisiert. Zu seinem Tätigkeitsfeld zählen der Betrieb mehrerer Abbaustätten für Fluss- und Hartgestein, mobile Brechservices, Rohrleitungsnetze, Erdarbeiten, Abbrucharbeiten sowie der Transport von Zuschlagstoffen. Eine der größten Abbaustätten des Unternehmens befindet sich an der Rhône in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Der Anlagenbetreiber wollte Zustand und Leistung seiner Brecher kontinuierlich überwachen, um die Anlageneffizienz sicherzustellen und gleichzeitig den Energieverbrauch der Brecher langfristig zu reduzieren.

Radar-Füllstandmessgerät an einer Montagevorrichtung über dem staubbedeckten Einfülltrichter eines Kegelbrechers, im Trichter liegt Gesteinsmaterial
Füllstandsmessung am Einfülltrichter

Der Betreiber gewinnt in seiner Anlage an der Rhône alluviale Sedimente – Gesteinsablagerungen wie Sand und Kies aus der Schwemmebene – zur Herstellung von Baustoffkörnungen. Das aus dem Steinbruch gewonnene Material wird über Förderbänder zur angrenzenden Aufbereitungsanlage transportiert, dort gebrochen, gewaschen und zu Rollsand, Straßenkies, Kieseln oder Betonkörnungen verarbeitet.

 

Um das gewonnene Material effizient auf die erforderlichen gleichmäßigen Korngrößen zu reduzieren, setzt der Betreiber einen Kegelbrecher ein. Dieser Brechertyp kann hartes, unterschiedlich großes Material effektiv zerkleinern und produziert in der Regel feinere Korngrößen, da das Material länger in der Brechkammer verbleibt und schrittweise auf kleinere Größen reduziert wird.

 

Eine Überlastung des Brechers oder eine unzureichende Zerkleinerung infolge ungeeigneter Füllstände kann unmittelbar zu erheblichen Leistungsspitzen beim Energieverbrauch führen. Die Aufrechterhaltung eines konstanten Füllstands in der Brechkammer ist daher nicht nur entscheidend, um Leistungsprobleme, inkonsistente Produktkörnungen und unwirtschaftlich niedrigen Durchsatz zu vermeiden, sondern stellt auch einen wesentlichen Hebel zur Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz der Anlage dar. Eine präzise Füllstandmessung ist wichtig, um den Energieverbrauch im Zerkleinerungsprozess so gering wie möglich zu halten, die Betriebskosten (OPEX) der Anlage zu minimieren und gleichzeitig den CO2-Ausstoß langfristig zu reduzieren.

Vor diesem Hintergrund entschied sich der Steinbruchbetreiber für eine Modernisierung der Anlage, um zusätzliche Informationen über den Füllstand im Einfülltrichter des Brechers zu erhalten und den Zerkleinerungsprozess im täglichen Betrieb zu optimieren. Das Unternehmen suchte daher nach einem kostengünstigen, modernen Füllstandmessgerät zur Kegelbrecher-Überwachung. Die neue Instrumentierung musste starken Vibrationen und staubiger Atmosphäre standhalten und zugleich schnell auf wechselnden Füllstand im Kegelbrecher reagieren.

Realisierung der Messung

Die KROHNE Gruppe, ein globaler Hersteller und Anbieter von Prozessinstrumentierung, empfahl dem Betreiber das Radar-Füllstandmessgerät OPTIWAVE 1530. Das kompakte 80 GHz-Radar ist speziell für die Füllstandmessung in vielen Bergbau-Anwendungen ausgelegt – von Brechern und Förderbändern bis zu Halden und Silos. Das kostengünstige Gerät verfügt über ein robustes PVDF-Gehäuse mit einer frontbündigen DN70-Antenne. Der schmale Abstrahlwinkel von nur 4° ermöglicht es, dass das Radarsignal gezielt in den begrenzten Einbauraum des Kegelbrechers eindringt, ohne dass Fehlreflexionen die Messleistung beeinträchtigen. Der schmale Abstrahlwinkel macht zusätzliche Einstellungen, beispielsweise über die „Leerspektrum-Funktion“ – die üblicherweise zur Kompensation potenzieller Störeinflüsse durch Einbauten oder die Trichterwand eingesetzt wird – überflüssig.

 

Gesicherte Anlagenüberwachung

Der Kunde profitiert von einer optimalen Brecherregelung und einer gleichmäßigen Zerkleinerung bei maximalem Durchsatz. Das Füllstandradar ermöglicht es dem Betreiber, Zustand und Leistung des Brechers kontinuierlich zu überwachen, wodurch die Anlageneffizienz sichergestellt und langfristig der Energieverbrauch des Brechers reduziert wird. Der OPTIWAVE 1530 gewährleistet zudem schnelle Reaktionszeiten bei Überfüllung oder Unterbeschickung.

Das Radar-Füllstandmessgerät liefert langzeitstabile Messungen in der anspruchsvollen Einsatzumgebung des Brechers und hat sich als kostengünstige, genaue und zuverlässige Alternative zu Ultraschall-Füllstandmessgeräten bewährt. Im Gegensatz zu Ultraschallsensoren ist das KROHNE-Radar unempfindlich gegenüber Staubablagerungen und arbeitet driftfrei, wodurch eine Nachkalibrierung entfällt. Darüber hinaus ist die Elektronik des OPTIWAVE 1530 vollständig vergossen und damit vor Vibration und Staub geschützt.

Über KROHNE Messtechnik

KROHNE ist ein globaler Hersteller und Anbieter für Prozessmesstechnik, messtechnische Lösungen und Services in zahlreichen Industrien. Das 1921 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Duisburg, Deutschland bietet mit über 4.100 Mitarbeitern umfangreiches Anwendungswissen und lokale Ansprechpartner für Instrumentierungsprojekte in über 100 Ländern. KROHNE steht für Innovation und höchste Produktqualität und gehört zu den Marktführern in der Prozessindustrie.

KROHNE Messtechnik GmbH

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47058 Duisburg

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