Feinsiebung mit Spannwellensieb

Mit dem neuen VARIOframe stellt die IFE Aufbereitungstechnik eine Lösung mit modularer Dynamikeinstellung vor.

Verschiedenste Prozesse benötigen feine Korngrößen, damit Windsichtung, Magnetscheidung und sensorbasierte Sortierung effizient ablaufen und verbundene Wertstoffe gewonnen werden können. Die Klassierung mittels Siebmaschinen ist daher ein grundlegender Aufbereitungsschritt in der Abfallverwertung und anderen Industrien.

Das Bild zeigt feines Schüttgut bzw. Kunststoff- oder Recyclingmaterial während eines dynamischen Siebprozesses.
Der VARIOframe setzt neue Maßstäbe bei der Feinsiebung mit modularen Dynamikeinstellungen

Hohe Feinanteile, wechselnde Temperaturen, Feuchtegrade und Materialkompositionen sorgen jedoch für variierende Materialeigenschaften. Das macht es zur Herausforderung, konstant hohe Siebqualitäten bei hohen Durchsatzraten zu erhalten. Steckkorn reduziert den Durchsatz durch die Siebfläche, Fehlkorn gelangt in die Überkornfraktion und Klumpen bilden sich im Aufgabegut. Eine zunehmende Materialschicht ist meist ein Indiz dafür, dass die Maschine abgestellt und manuell gereinigt werden muss. In manchen Betrieben kann dies mehrmals pro Schicht erforderlich sein.

Mehrdeck-Maschinen steigern den Durchsatz, bringen jedoch einen Nachteil mit sich: Einmal getroffene Einstellungen bei Hub und Drehzahl beeinflussen die Dynamik der gesamten Maschine. Zwischen Ober- und Unterdeck muss ein Kompromiss gefunden werden. Dies kann sich auf Trennqualität und Betrieb auswirken.

Altglas während der Klassierung auf einer Siebmaschine
Der VARIOframe kann mit verschiedenen Siebbelägen ausgestattet werden, hier z.B. hochgezogene Beläge für geschredderte Kabel, oder …
Feines Glasgranulat auf einem Siebdeck während der Klassierung
mit Schleißauskleidung für Altglas.

Modularer Aufbau für angepasste Siebergebnisse

Der neuen Siebmaschine VARIOframe gelingt es laut Hersteller, diesen Konflikt zu lösen. Dank ihres modularen Aufbaus kann die Dynamik am Spannwellendeck unabhängig von anderen Decks angepasst werden. Die Einstellung erfolgt im laufenden Betrieb, stufenlos und unabhängig von der Drehzahl.

Dadurch ist ein maschineller Reinigungsprozess durch ein Freifahren der Siebbeläge möglich. Hierzu wird der Trampolin-Effekt kurzzeitig erhöht. Darüber hinaus können die Siebdecks an das jeweilige Aufgabematerial und an wechselnde Materialeigenschaften angepasst werden. Für anbackendes Material kann die Dynamik erhöht werden. Zur Minderung von Staub oder zur Schonung des Materials kann die Dynamik reduziert werden.

Bei größeren Maschinen kann ein Spannwellendeck in mehrere Zonen, beispielsweise für Ein- und Auslauf, aufgeteilt werden. Dadurch kann die Dynamik zonenweise angepasst werden.
„Bei der Entwicklung des VARIOframes wurde auf Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit großen Wert gelegt. Konstant hohe Siebqualitäten und Durchsatzleistungen bei einfacher und kostengünstiger Wartung war unser Anspruch“, sagt Jakob Bissenberger, Konstrukteur bei IFE.
Weitere Informationen stellt das Unternehmen auf seiner Website bereit.

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