Ratholing in kohäsiven Pulvern
Ursachen und Lösungsansätze am Beispiel von Katechu-Pulver
In vielen Prozessen der Schüttguttechnik stellt ein gleichmäßiger und zuverlässiger Materialfluss eine der größten Herausforderungen dar. Insbesondere bei kohäsiven Pulvern treten häufig Fließprobleme wie Brückenbildung und sogenanntes „Ratholing“ auf. Dies führt zu instabilen Prozessen, ungenauer Dosierung und im schlimmsten Fall zu Produktionsstillständen.
Unter Ratholing versteht man ein Phänomen, bei dem sich innerhalb des Materials ein stabiler Kanal über dem Austrag bildet. Während nur ein begrenzter Teil des Schüttguts fließt, bleibt das umliegende Material weitgehend unbewegt. Dies hat zur Folge, dass der Materialfluss unregelmäßig wird und die Dosiergenauigkeit erheblich beeinträchtigt wird.
Ein anschauliches Beispiel hierfür ist die Verarbeitung von Katechu-Pulver. Dieses Material zeichnet sich durch stark kohäsive und klebrige Eigenschaften aus und stellt daher hohe Anforderungen an die Förder- und Dosiertechnik. In konventionellen Systemen kommt es häufig zu stabilen Strukturen im Material, die einen gleichmäßigen Austrag verhindern.
Praxisversuch und Lösung durch externe Stimulation
Zur Veranschaulichung dieses Verhaltens hat HETHON einen Praxistest durchgeführt, in dem gezeigt wird, wie sich Ratholing bei Katechu-Pulver entwickelt und wie dieses Problem effektiv gelöst werden kann.
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Im ersten Teil des Versuchs ist deutlich zu erkennen, dass sich ein stabiler Materialkanal bildet. Nur ein kleiner Teil des Pulvers bewegt sich, während der Großteil des Materials im Behälter verbleibt. In einer industriellen Anwendung würde dies zu erheblichen Dosierabweichungen und Prozessinstabilität führen.
Im zweiten Teil wird eine gezielte externe Stimulation des Behälters eingesetzt. Im Gegensatz zu Systemen mit innenliegenden mechanischen Komponenten, die das Produkt beschädigen oder kontaminieren können, basiert die Lösung von HETHON auf einer Bewegung von außen.
Durch diese externe Anregung wird die gesamte Schüttgutmasse aktiviert. Ratholing wird verhindert, und ein gleichmäßiger, kontinuierlicher Materialfluss wird wiederhergestellt. Dadurch wird eine präzise und zuverlässige Dosierung ermöglicht, selbst bei schwierigen Materialien wie Katechu-Pulver.
Vorteile für Industrie und Prozesssicherheit
Ein weiterer Vorteil dieser Technologie ist die schonende Behandlung des Produkts. Empfindliche Pulver werden nicht beschädigt, während gleichzeitig der Wartungsaufwand reduziert und die Reinigbarkeit verbessert wird.
Für Industrien, die mit schwer fließenden Pulvern arbeiten – wie die Lebensmittel-, Chemie- oder Pharmaindustrie – stellt dieser Ansatz eine effektive Lösung dar, um Prozesssicherheit, Effizienz und Produktqualität nachhaltig zu verbessern.
Die Erfahrung von HETHON mit Materialien wie Katechu-Pulver zeigt, dass auch komplexe Fließprobleme durch gezielte technische Lösungen und praxisnahe Tests erfolgreich beherrscht werden können.
Über die Hethon
HETHON wurde 1973 in den Niederlanden gegründet und spezialisierte sich auf Pumpen und Komplettlösungen für die grafische Industrie. Im Jahr 1988 entwickelte Hethon das erste Dosiergerät für trockene Produkte: den HETHON Feeder. Im Laufe der Zeit widmete sich das Unternehmen dem präzisen Dosieren von Weizenmehl, Backmehl, Salz, Zucker, aber auch Pigmenten, Gewürzen, Milchpulver, Laktose oder Plastikgranulaten, Holzmehl, Schrott, Toner u.v.m. HETHON spezialisierte sich auf Substanzen, die schwer zu dosieren sind und die zur Brückenbildung neigen oder sich zersetzen können. Im Jahr 2000 wurde die Produktion teilweise in die Slowakei verlegt.
Kontakt
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